Endlich Sommerpause...

Endlich Sommer...

...und wir machen Pause.

Unsere Stammkunden kennen das bereits: wenn am Juni die Temperaturen die 20Grad-Marke deutlich übersteigen, verabschieden wir uns zuerst von unseren Marktständen und vom Manufakturverkauf.
Für uns ist diese dreimonatige Verkaufspause eine Zeit, in der wir unser enormes Arbeitspensum reduzieren. Wir geniessen die Zeit mit der Familie und mit Freunden, wofür während des Rest des Jahres oft nicht genug Zeit bleibt, und natürlich machen wir Urlaub.
Ansonsten ist der Sommer auch die Zeit der Früchte: wir ernten einen Teil dessen, was wir im Herbst und Winter verabreiten. Es ist die Zeit für die vielen großen und kleinen Büroarbeiten, für Reparaturen, für Veranstaltungsplanung (die ersten Verkostungstermine sind bereits online gegangen) und natürlich für das Verfolgen von neuen Ideen, die später zu weiteren Kreationen führen.

Wir wünschen all unseren Kundinnen und Kunden einen wunderbaren Sommer, Zeit für Freunde und Lachen und das-Leben-Geniessen und freuen uns, Sie ab Herbst wieder mit unseren Köstlichkeiten zu verwöhnen.

 

Sie wollen wissen, wer wir sind?

Das können wir verstehen und deshalb stellen wir Ihnen von nun an in jedem Newsletter eine/n aus unserem Team vor. Den Anfang macht die Schoko-Diva und Gründerin von Sinn für die Sinne – Sandra Stops. Mit einem herzlichen Schmunzeln lässt sie sich so portraitieren:

Credits: Stella Könemann

Credits: Stella Könemann

Sie ist eine wahre Schokoladengöttin: Schön und sinnlich. Mit großen brau­nen Augen, braunem Haar und einem Muttermal, das keck wie ein Schoko­ladenklecks auf der linken Wange sitzt. In der wunderbaren Welt der Schokolade sind Diven so - halb Mensch, halb Schokolade. Sie sind neugierig geworden? Lesen Sie hier weiter. Sandra Stops hat als Erste aus dem Team die Fragen aus unserem  Schokoladen-Inter­view beantwortet…

Hast du eine Lieblingspraline? Welche?    Ja, Fenchel-Karamell und Estragon-Anis.

Schokolade ist…?    Leidenschaft, Grundnahrungsmittel, weiblich, Türöffnerin, Glücklichmacherin, Arbeitsmittel.

Früher war Schokolade für mich…

Ich habe Schokolade bekommen…    wenn ich artig war oder genug Geld gespart hatte, um sie mir selbst zu kaufen.

Wenn ich eine Praline sein könnte, dann wäre ich…    eine Geschmacksexplosion mit angenehmen Nachklang, nichts für Zwischendurch sondern etwas, für das man sich Zeit nimmt.

Beschreibe Schokolade in drei Worten und dann dich in vier Worten…    Schokolade = vielfältig, sinnlich, eigenwillig; Ich = nachdenklich, leidenschaftlich, lebendig, geerdet

Wer oder was inspiriert dich?    Alles: Menschen, Begegnungen, Licht, Regen, Geräusche und Klänge, Düfte, Bücher, Berührung, Authentizität, Mut…

Welche Eigenschaft wünschst du dir?    Mut!

Welches Buch sollte man unbedingt gelesen haben und in welchen Film willst du als nächstes gehen?    „Birnenkuchen mit Lavendel“ und „Verstehen Sie die Beliers?“

Gibt es eine Lebensweisheit, die dich inspiriert oder ein Motto für dein Leben?     "Was immer Du meinst oder glaubst tun zu können, tue es. Handeln enthält Mut, Anmut und Kraft."

Welche Frage hättest du gerne beantwortet?    Wer bist Du?

malträtierte Finger

Credtis: Sandra Stops

Credtis: Sandra Stops

Das Thermometer zeigt über 30 Grad im Schatten, dieser Sommer ist noch nicht durch. Trotzdem bin ich seit gestern in der Küche zurück und bereite die anstehenden Märkte vor. Wir sind ja nicht nur wieder regelmäßig auf dem Winterfeldtmarkt in Berlin Schöneberg sein, sondern auch beim StadtLandFood-Festival und beim Genussmarkt in Hamburg. Alles, was ich im Vorfeld schon produzieren kann, steht jetzt auf der ToDo-Liste: Walnusskrokant, Mandekrokant und Schokoladen. Die Kühlung läuft auf Hochtouren während ich fleißig kiloweise Nüsse Knacke. Nach zwei Stunden wiege ich immerhin 1,2 Kilo Walnüsse ab, trage Blasen an der Handfläche und am Mittelfinger. Meine ganze Hand tut weh. Mein Nussknacker ist noch sehr traditionell!
Zum Feierabend mache ich mir einen Becher Joghurt auf und will ihn mit den Fingern so richtig ausleeren und schneide mich am Metallverschlus und am Plaste! Das brennt höllisch und blutet ziemlich krass. Ich hatte ordentlich Schwung. Für heute also malträtierte Finger mit Blasen und Schnitt.

Duftgewänder

credits: Sandra Stops

credits: Sandra Stops

Dieser Sommer ist ein Sommer, in denen meine Fingerspitzen und Hände viele Gewänder tragen, Gewänder aus Düften. Gewänder aus Himbeersaft zum Beispiel, der meine Fingerspitzen rot und leicht klebrig macht und sie süß duften lässt. Süßes Himbeerblut vom Pflücken der Früchte in mannshohen Feldern. Nicht zu vergessen, die kleinen Schrammen, feinen Dornen der Himbeeren und die Bläschen, verursacht durch die Brennnesseln, die Himbeerdiebe erbarmungslos schlagen, wenn sie ihnen zu nahe kommen.
Dann duften meine Hände nach feinem Salz mit Rosmarin und Basilikum durchwirkt. Beim Vermengen und Durchmischen des Salzes wird die Haut meiner Hände ganz weich von den feinen Salzkristallen. Die Finger nach getaner Arbeit ablecken, beobachtet vom Baby. Sein kleines Gesicht verzieht sich als es an meiner Fingerspitze nuckelt.
Später topfe ich im Gewächshaus Pflanzen um. Erde mit Pferdemist versetzt wird zerkleinert und in Pflanztöpfchen gefüllt. Unter den Nägeln sammelt sich die schwarze Erde und die Feuchtigkeit lässt sie auf der Haut haften. Der dunkle Geruch von frischer feuchter Erde breite sich in meiner Nase aus und ich werde mit jedem befüllten Töpfchen ruhiger. Als mir die Nase juckt und ich mir mit dem Handrücken über das Gesicht reibe, hinterlasse ich nicht nur ein erdverschmiertes Gesicht, sondern nehme deutlich wahr wie erdig meine Finger riechen. Selbst das Frühstücksbrot hat erdige Noten – trotz gewaschener Hände, Erde mit leichter Seifennote.
Noch später geizen meine Hände Tomatenpflanzen aus. Die Fingerspitzen färben sich grün und ein Schnuppern an den Fingerspitzen verrät den Arbeitseinsatz – Tomatenduft! Noch sind keine Früchte zu sehen, aber der Geruch der abgeknipsten kleinen Triebe ruft eine Reihe leckerer Gerichte mit Tomaten vor mein geistiges Auge. Zurück in Berlin muss ich unbedingt wieder Tomatensoße einkochen und mein Tomatenkaramell machen!
Nächste Station bei den Pflanztischen: afrikanisches Zitronenkraut, ein zartes Gewächs mit kleinen Blättern und einen sehr angenehmen Zitronenduft. Zum Duftbild meiner Finger kommt eine weitere Nuance hinzu. Und anders als beim Malen mit verschiedenen Farben, legen sich die Düfte übereinander und vermischen sich nicht zu einer undefinierbaren schmutzig braunen Farbe. Schon ein richtiges Buket!
Letzte Station für heute ist das Häuschen am Wasser, wo Sebastian soeben einen unterarmlangen jungen Hecht aus dem Wasser zieht. Der Leib des Fisches glänzt im Licht und als ich ihn mit beiden Händen fasse, damit der Haken aus seinem Maul entfernt werden kann, tauche ich ein in seine schleimige Welt und ringe mit der überraschend großen Kraft eines kleinen Fisches. Der Fischduft haftet auch zwei Stunden später noch an meinen Fingerspitzen, trotz mehr fachen Händeschrubbens.

Der Sommer, an dem meine Hände Gewänder aus Düften tragen…was sind Eure liebsten (Sommer-)Handdüfte?

Von der Muse geküsst....Die Kürbiskernölpraline

Während draußen dicke Wolken bedrohlich aufziehen und Hagel niedergeht, so dass es wenige Augenblicke später aussieht wie im Winter, bin ich in meiner Manufaktur, trinke Tee und da, im Bruchteil einer Sekunde, habe ich ihn gespürt - den Kuss der Muse! Es war wie der letzte Anstupser, der notwendig ist, um etwas Neues in die Welt zu bringen: Weiße Schokolade, Sahne und das gute steierische Kürbiskernöl mit der tiefgründen Farbe und dem satten Geschmack von Kürbis. Seit ich zwei (?) Jahren einmal Vanilleeis mit Kürbiskernöl gegessen habe, bin ich schwanger mit dieser Idee. Und heute, am 28. April ist es endlich so weit. Die Kürbiskernölpraline hat das Licht der Welt erblickt. Danke, liebe Muse!

Felchlin Workshop

Auch nach zehn Jahren im Geschäft, gibt es immer noch Themen und Dinge zum Kennen lernen und Ausprobieren. Heute war Gelegenheit, dem Felchlin-Botschafter Josef Schwalber beim Arbeiten über die Schulter zu schauen und den Felchlin-Vertreter mit Fragen zu löschern. Vielen Dank den beiden Herren!

Die Nase, das unbekannte Wesen

Neulich im Bio-Supermarkt erschnüffelte meine Nase etwas Ungewöhnliches. Beim Obst wurde ich fündig - die Birnen waren es, die mich lockten, nur noch ein paar wenige, in Papier eingewickelt, ein farblich schöner Anblick mit all den Rot-, Gelb- und Orangetönen. Ich griff zu und tat zuerst riechen. Ich zog den satten Duft tief ein...und fiel fast um! So einen intensiven, frischen Duft von reifer Birne hatte ich nicht erwartet. Der Duft schoß in die Nase durchs Gehirn und von dort wanderte der Impuls einmal durch den ganzen Körper. Ich war ergriffen, berührt und auch etwas erschrocken.

In der Regel wird unser Alltag von einer Unzahl von Gerüchen begleitet, einige beleben oder entspannen, viele - vor allem in der Großstadt - belästigen. Aber die Fähigkeit, bewußt Gerüche wahrzunehmen, lässt nach, je weniger sie eingesetzt und genutzt wird. Das bemerke ich bei meinen Verkostungen auch, in den letzten Jahren hat die Anzahl der Gäste, die sich zum Riechen an der Schokolade Zeit nehmen und denen es leicht fällt, Aromen wie Kakao, Kaffee, Rauch, Blumennoten zu erkennen und benennen zu können, deutlich abgenommen.

Die Forschung sagt, dass heute Industriearbeitende und GroßstadtbewohnerInnen als am stärksten betroffen gelten - Luftverschmutzung, trockene Luft in den Wohnungen, falsche Ernährung und die Überfütterung mit visuellen und akustischen Reizen lassen die Geruchswahrnehmung verarmen.

Doch es gibt Hoffnung, das Riechen kann zurück erobert werden. So lädt zum Beispiel der Duft- und Tastgarten in Berlin Dahlem, ausdrücklich ein, nicht nur hinzuschauen, sondern auch anzufassen, die Nase in die Blüten zu stecken und sich betören zu lassen.

Kids machen Pralinen...

Credits: Sinn für die Sinne

...und sie machen es sehr gut. 
Zweitklässler in unserer Küche - aufgeregt und hippelig, weil sie in eine Schokoladenküche dürfen, drängen sie dicht an dicht mit großen Augen durch die Tür. Geräuschvolles Staunen, viele Fragen und die Zunge zwischen die Lippen geklemmt, denn was leicht aussieht, ist beim Selbermachen dann doch nicht ganz so kinderleicht. Immer wieder rutschen die Kugeln von den Pralinengabeln - "Oh, meine Praline ist verschwunden!" Zum Glück ist eine helfende Hand immer da und gemeinsam fischen wir die versunkenen Pralinen aus der Schokolade. Und dann dürfen sie gerollt werden - in Kokosflocken, Schokoladenpulver, bunten Streuseln oder Fruchtpulver. Wirklich gut gemacht Kinder!
Ach ja, und das Saubermachen war überhaupt kein Problem, denn sämtliche Schokoladenreste - mit und ohne bunte Streuseln - durften direkt in den Mund gehen.  

Genüssliche Weihnachten!

Weihnachtszeit ist besinnliche Zeit. Zeit zum Innehalten und Genießen, allein oder gemeinsam mit Gleichgesinnten. Eine gute Zeit, um sich mit den Menschen zu umgeben, die einen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. 

Zeit für mich, danke zu sagen, allen meinen Kundinnen und Kunden - ein schönes Jahr war es; ein arbeitsreiches ebenso. Und es gab eine Auszeichnung: die Süße Schnecke für bestes Naschwerk. 

Frohe Feiertage! 

"Sinn für die Sinne" im Naschlabor

Fotocredit: Anna Warnow, Markthalle Neun

Fotocredit: Anna Warnow, Markthalle Neun

Anlässlich der Buchpremiere "Sweet Berlin - Die Stadt Nascht" wird beim Berliner Naschmarkt am 22.März 2015 im Naschlabor die Gründerin des Naschmarktes, Pamela Dorsch, ihre kleinen Sünden vorstellen. Um 15:00 Uhr geht es los. Mit dabei Reto Brunner von Reto’s Candy Farm, Isabel Eschenweck von Ben & Bellchen, Christian Schossau von der Weinhandlung Suff und ich - und natürlich gibt's Kostproben! 

Dauer der Tastings: jeweils ca. 30 Min. Ort: Auf der Insel neben der Bäckerei Sironi. Teilnahme kostenlos. Keine Platzreservierung – first come, first serve!